Sexualwissenschaft ist in den Hochschulen inzwischen immer weiter in die Medizin integriert,
was ihrem freien Umgang mit pädagogischen und therapeutischen Arbeitsweisen erschwert.

Sexualpädagogik

In der Pädagogik sind wir in den letzten konservativen Jahrzehnten wieder sehr von den Ängsten mancher Eltern tyrannisiert, gehen zu wenig auf die interkulturellen Veränderungen ein
(islamische Wertewelt und kreative Umgehungsformen, russische Prägungen und fehlende Verarbeitung von Übergriffen in der Folter und in allen Kriegen als internationale "Normalität")

Entstehungsbereiche aus den Sprachwissenschaften

Bevor wir in die erwachsene Sprachregelung und Tabuisierung geraten, haben wir zwei Sprachbereiche für unseren Körper und unsere Gefühle: Den familiären Begriffsrahmen, der unseren kindlichen Körper und "das da unten" bezeichnet, inzwischen in manchen Familien und Kulturgruppen natürlich auch das Aussehen und Fühlen der Erwachsenen - und die Sprache der Freundeskreise, die den Jargon der anderen Familien dazu bringen und etwas über die Lebensalter an Reflexion der Kinder und Jugendlichen.
Ernest Bornemann kam auf die Erforschung der kindlichen Sprache, ihrer Reime und Lieder, die unterhalb der Tabugrenze gegenüber den Erwachsenen liegen, und in der pubertären Amnesie, dem Vergessen der Kindheitsmuster, verdrängt werden.

Feldforschungen in den Neigungsgruppen

Zur Sprache kommen über das Undenkbare: Wenn jemand nie eine liebevolle homosexuelle Neigung erlebt hat, weil diese zwar in allen Familien irgendwo vorkommt, aber früher selten positiv besprochen wurde, ist das eigene Schwärmen als fehlerhaft eingeordnet. Das selbe besteht - nach all den Informationen und Modellen der Homosexuellen bei den Bisexuellen weiter:

Transsexuelle sind in ihren Empfindungen noch unverstandener, und von der Medizin und Politik in die Psychotherapie weitergeleitet, die Tatsache der nicht-eindeutigen Geschlechtsausprägung (Zwitter) wird medizisch "angepasst", weil es in eine Rubrik passen muss: Mann ODER Frau. Letsch-Sexualpädagogik.jpeg wird inzwischen gefordert, das stattliche Bestimmungsrecht zu streichen.
Borneman geht schon in den 70er Jahren von einer starken Veränderung der aktiv / passiv-Rolle im Sexualverhalten der Geschlechter aus.
Institut für Sexualpädagogik isp-dortmund.de

Selbstbestimmung und Orientierungen

In Selbsthilfegruppen und selbstorganisierten Beratungsstellen, bei Stammtischen und durch künstlerische Präsentationen: Abweichendes Verhalten kann zur Identitätsstiftung beitragen, wenn es nicht zur Katastrophe führt.
Die Selbstmordraten sind in manchen Bereichen immer noch überraschend hoch, z.B. bei jungen Männern.

Quellen
Ernest Borneman Die Urszene
Nach der These von Freud, dass wir von den ersten bewussten Wahrnehmungen wie "Szenen" für unser Leben geprägt werden, geht Bornemann in seiner Selbst-Analyse seinen eigenen Kindheitsbildern nach: Eltern, politische Prägung und Entwicklung, seine erste Zeit als 16-jähriger in der Sexualberatung Sexpol mit Wilhelm Reich, seine Flucht und Lebenssituation mit 18 in London, das Leben in Wohngemeinschaften, mit Beziehungen und Jazz ... wenig zur Internierung in Kanada, etwas zur Rückkehr nach Deutschland, im Aufbau des "Bundesfernsehens" (Vorläufer des ZDF) und Vieles zu sexualwissenschaftlichen Feld- und Sprachforschung. Eine spannende Zeitreise durch die politisch denkende Psychotherapie.
Bornemann reflektiert nebenbei einige Auseinandersetzung mit Freud, den politischen Entwicklungen und der katastrophalen (medizinischen) Unterdrückung der Sexualwissenschaft, ...

Fragen von Kindern und werdenden Jugendlichen
Online-Beratung
Eltern und Gemeinden im Gespräch
Sexualwissenschaft ist mehr als Medizin: Das Wissen um die kulturellen und interkulturellen Zusammenhänge - die österreichischen Kolleginnen: www.oegs.or.at



Bisher haben wir unser breites Repertoire einfach fließend auf unsere Zielgruppen abgestimmt, aber es gibt immer speziellere Anfragen und die Herausforderung, unsere Möglichkeiten nach Bedarf der Lehrenden und Lernenden zu bündeln. Daneben ist der umfassende spontane Einsatz zu den Fragen weiterhin möglich.

Modul 1 - muß immer sein - aber in verschiedenen Arten:
Vorstellen, wir und die Beratungs-Stelle, die Teilnehmenden mit Vornamen, Alter, Interessen, evtl. Namensschild, am Liebsten in einer Runde / Stuhlkreis.
Vertraulichkeit der persönlichen Äußerungen, Haltungen der Beratenden und in der Gruppe / Klasse / Schule.

Modul 2 - Themen und die passende Sprache, Wortfindungen und Vertrauen
Neben den bekannten Begriffen sammeln wir mit Übungen und Spielen oder unserem Krabbelkorb das Vorwissen, die gedanklichen Umfelder und Grundinformationen, wie zB. das Wissen zu Deo, Aluminiumzusätzen und Gesundheit, Körperfunktionen und pubertäre Veränderungen

Modul 3 - Fachwissen zu Sexualfunktionen, Verhalten und Verhütung
gemeinsam oder erst in getrennten Gruppen mit anschließenden Berichten in der Gesamtgruppe
Organe und ihre Namen, lateinisch-medizinisch und für die eigene Kommunikation, wichtige Funktionsstörungen

Modul 4 - Statistische Erhebungen und moralische Einschätzungen, Schwangerschaftsabbruch
Zahlen und Hintergründe, Rechtliches zur Beratung und zur medizinischen Situation, Abgrenzung zur "Pille danach"

Modul 5 - was ist jetzt anders?
Zwei Quizbogen: Einen zur anonymen Auswertung und Qualitätskontrolle, einen zum Behalten: Zusammenhänge und Begriffe verstanden?

Modul 6 - wie weiter in der Schule?
Anschlüsse für Lehrkräfte in Biologie oder Religion, Schriften der www.BZGA.de, Folge-Schritte und Empfehlungen

dezembergasteig
dezembergasteig

Modul 7 - Elterngespräche in Gruppen oder als offener Abend
Vorstellung der Arbeitsweise, Einstiege in Gruppenarbeit, Erarbeitung von Wünschen, offener Austausch
Fragerunde zu aktuellen Informationen von Jugendschutz bis Verhütung, Umgang mit Pornografie, Schutzbedürfnis

Modul 8 - Lehrerfortbildung, Schulsozialarbeit
Kurze Vorstellung der Arbeitsweisen mit Darstellung des pädagogischen Hintergrunds,
Fachliche Vertiefung zu aktuellen Informationen von Jugendschutz bis Verhütung, Umgang mit Pornografie, Schutzbedürfnis

Modul 9 - Orientierung zu Sexualpädagogik und Sexualwissenschaft
Facharbeitskreise und Fortbildungen, Einrichtungen und Zusammenarbeit, Weiterführende Forschung
Pädagogische Grundlagen der Selbstorganisierten Lernens, Zertifikaten und Qualitätsmaßstäbe

Modul 10 Wie Pornografie das Selbstbild und den Sex zerstört
Entwicklung der Gedanken zu Beziehungen seit 60 Jahren, Nachbau der Selbstbilder ohne Familienprägung
Steigende Unzufriedenheit durch übersteigerte Bilder, Gewalt- und Machtphantasien, Realitätsverschiebungen und falsche Idyllen

Auf befreiungsbewegung sind Beiträge der Blogs dokumentiert.